Kompetenz? Haben doch die anderen…
Felix | 26. April 2008 | 16:54Die Content-Mafia scheint einen neuen Weg gefunden zu haben, ihren Zielen näher zu kommen: öffentliche Briefe an Politiker. Wie reagiert die oberste Volksverräterin? Brav wie ein Schoßhündchen (Direktlink zum Pottcast) erklärt unsere Frau Bundeskanzlerin, sie könne dieses Ansinnen sehr gut verstehen und würde sich im nationalen und internationalen Raum besonders darum kümmern. Im gesamten Skript fällt kein kritisches Wort, was die Geschäftspraktiken der Content-Mafia, insbesondere der Musikindustrie, angeht. Was passiert, wenn man doch darauf hereinfällt, wird am Beispiel MSN Music (Beitrag folgt!) deutlich. Anstatt sich mit freiem Zugang zu Kunst zu beschäftigen, wird wieder mächtig auf die Nationalstolztrommel geschlagen. Deutschland als Kulturnation müsse dafür sorgen, dass diese Leistungen (der, der Künstler) auch gebührend anerkannt werden. Wenn ich für ein Lied dank DRM drei Milliarden beschränkungen auferlegt bekomme, könnte man das durchaus “gebührend” nennen.
Aber um auf die Überschrift zurück zu kommen, der eigentliche Hammer folgt. Denn Frau Merkel hat da im Zusammenhang wohl was falsch verstanden. Achtung, ich zitiere:
Bestimmte Dinge können wir national alleine nicht lösen. Deshalb müssen wir dies im internationalen Rahmen machen, denn das Herunterladen von Computern ist eine Sache, vor der nationale Grenzen nicht schützen können.
Klasse Sache, ich kann jetzt Computer herunterladen. :)
Übrigens: Eine Liste mit Künstlern, die Anhänger dieser absolut verheerenden Meinung sind, ist netterweise gleich mit angefügt. Das ist mal Service!





